Wir sind - Lernen in Faszination

Staunen in den Gesichtern, leuchtende Kinderaugen - Lernen wird als Spiel wahrgenommen. Stolz präsentieren unsere jüngsten Kinder den Maturanten ihre Schaubilder - und umgekehrt hängen sie an deren Lippen, wenn sie ihnen Wissen weitergeben. Kinder, die gerne zu Prüfungen gehen, um zu zeigen was sie gelernt haben. Das Lernen und Fragen stellen geht zu Hause weiter. Das Lernen in der Gruppe geht soviel leichter, dass sich die Kinder lieber an Feiertagen oder am Wochenende in der Schule treffen. Ferien sind viel zu lang. Experten werden ausgequetscht, die Kinder möchten wissen und leben mit offenen Mündern den voll aufblühenden Erwachsenen alles nach. Faszinierte Kinder, die in vier Tagen Englisch sprechen und die Kultur verstehen. Kinder, die nach drei Tagen Mathe mit Begeisterung Algebra Gleichungen lösen. Kinder, die selbst Feste und Projekte organisieren, und dabei ihrem Talent und ihren Fähigkeiten folgen. Klavierklänge, die durchs Haus klingen - „The river flows in you“ von 7-Jährigen. Kinder allen Alters, die Mozart und Beethoven am Klavier spielen, Lieder selbst komponieren. Selbstbewusste Kinder, die bei Konflikten die Sichtweise des anderen und der Gruppe einnehmen und verstehen ...


Das Geheimnis des Lehrmeisters ist es, die Distanz zwischen dem gelehrten Gegenstand und dem zu belehrenden Subjekt, die Distanz auch zwischen lernen und verstehen, erkennen zu können. Der Erklärende ist jener, der die Distanz einsetzt und abschafft, der sie inmitten seiner Rede entfaltet und auflöst.

— Joseph Jacotot


Wir sind - natürliches lernen und entwickeln

Lernen Menschen direkt von anderen Menschen, so geschieht dieses Lernen ungemein schnell, verständlich und umfassend. Auch das ganz natürliche Lernen und Entwickeln haben wir erforscht. Dabei gehen wir von dem Ansatz aus, dass das Gras auch nicht schneller wächst, wenn man daran zieht. Wir sehen Menschen und Kinder als vollkommen an, so wie sie sind. Wir wollen sie nicht verändern. Schon nach drei Tagen sind die Kinder angstfrei, lernen mit Begeisterung und Freude und wollen wissen, sind neugierig und stellen wieder Fragen - in den Lerngruppen sowie zu Hause. Die Kinder und Jugendlichen beginnen plötzlich, ihr Umfeld zu gestalten, organisieren Feste und Projekte, nehmen Teil an Vorträgen. Auch möchten sie ihr Wissen weitergeben, ihre Talente und Fähigkeiten werden sichtbar. Wir staunen nur. 


Staunende Gesichter, ein unbändiges „wissen wollen“ und ein ganz leichtes Lernen sind die untrüglichen Zeichen des faszinierten Lernens. Lernen wir mit Faszination, erscheint uns das Aufnehmen von Wissen nicht mehr als Lernen. Lernen ist dann fast so etwas wie eine selbstverständliche, kaum wahrnehmbare Folge des unbedingten Willens „wissen zu wollen".

— Dieter Graf-Neureiter


Wir sind - Lernen in Gruppen

Teil von etwas zu sein – gemeinsames Erforschen von Wissen, gemeinsames Lernen, gemeinsam ein Ziel – Prüfung, Mittagessen, Handwerk – erarbeiten.

Schnell und einfach wird das gesamte Wissen aller einzelnen Individuen verstanden, darauf aufgebaut, fasziniert weitergedacht und bis zum Ende nachgeforscht und durchgegangen. Das Wissen wird gemeinsam erarbeitet, durch Struktur- und Schaubilder sichtbar gemacht und alters- und generationenübergreifend weitergegeben.

Ziele, die zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erreichen sind – wie Prüfungen, Mittagessen kochen, Projekte oder eine Feier vorzubereiten – werden gemeinsam mittels einer Lern- und Zielleiter erarbeitet.

Neben dem kooperativen Lernen, dem Mitwirken jedes Einzelnen am Lern- und Alltagsprozess ist auch genug Raum für soziales Lernen. Kinder und Jugendliche leben von früh bis spät in Gruppen, sie werden in Familien geboren, wachsen mit Geschwistern auf, kommen in den Kindergarten, den Hort, die Schule, erleben Gruppen auch in ihrer Freizeit beim Ballett, Fußball, in Vereinen und Musikkapellen sowie natürlich später im Berufsleben, wenn sie in Teams zusammenarbeiten. Mit Gruppen und anderen Menschen umzugehen ist uns angeboren, kann jedoch nur in einer entsprechenden Umgebung zur vollen Entfaltung kommen. Dafür ist bei LAIS ein Umfeld aus speziell ausgebildeten Erwachsenen vorhanden, die Kinder und Jugendliche in ihrer natürlichen sozialen Entwicklung anleiten und begleiten können.