Der Katzen LAIS Weg

Von Christina Katz

Bildschirmfoto 2017-01-08 um 14.36.15.png
 

Über ein Video der Schetininschule habe ich im Februar 2015 von Lais erfahren. Darauf hin habe ich mich direkt zum LAIS Modul 1 in der Schweiz angemeldet. Es hat mich begeistert und ein Workshop mit Richard Kandlin und Modul 2 folgte innerhalb von 3 Monaten.

Im Modul 2 habe ich erkannt, das ich nicht die Person bin die das natürliche lernen mit meinen eigenen Kindern umsetzten möchte.

Daraufhin (und aus familieninternen Gründen) ruhte LAIS für ein Jahr. Im April 2016 gab es dann eine berufliche Veränderung meines Mannes und wir leben seit dem in einer Fernbeziehung.

Im Mai haben wir dann an der LAIS Schule in Klagenfurt angefragt, ob es Schulplätze für unsere 3 Kinder (11, 8 und 5 Jahre)gäbe und haben eine Absage bekommen.

Daraufhin habe ich mich für „Alles LAIS im Sommer" angemeldet und die Kinder !!?haben beim Sommercamp der LAIS Schule in Greutschach mitgemacht.

Eine Woche vor Schulbeginn haben wir dann doch noch Plätze bekommen und haben uns sehr spontan entschieden diese anzunehmen. Wir sind vom Bodensee in Deutschland nach Klagenfurt gezogen. Erst mal Probeweise für 2 Monate, um zu schauen wie es den Kindern dort geht und wie wir als Familie damit zurecht kommen. Die Entfernung zum Vater hat sich dadurch teilweise verringert da er punktuell in Südtirol arbeitet.

Es ist unglaublich was in diesen 3,5 Monaten seit dem geschehen ist – sowohl bei den Kindern wie auch bei mir.

Der Grosse Gabriel (11 jährige) empfindet das Lernen als sehr leicht. Ingo (Vater) hat ihm Mathe Aufgaben gestellt, die er alle beantwortet hat. Als dann Ingo meinte – du hast ja auch in der vorherigen Schule gut Mathe gekonnt kam die Antwort „Ja – da hab ich es aber nicht immer verstanden und jetzt verstehe ich es“. Wenn ich mich wundere das er jetzt mehr schreibt, kommt die Antwort „ Mama – das ist schreiben in Faszination – das ist ganz anders“.

Tobias der 8 Jährige hat sich emotional total verändert. Er war vorher in einer Klasse mit 26 Schülern und das hat ihn arg gestresst. Er ist meist sehr angespannt und schlecht gelaunt aus der Schule gekommen. Er wollte nur noch alleine in seinem Zimmer sein oder ist mit seinem Hund lange spazieren gegangen. Er wusste oft nicht wohin mit seiner Wut. Jetzt ist er viel entspannter, streitet viel weniger, ist präsenter im Familiengeschen, lacht viel mehr und er erzählt was ihn bewegt.

Jonathan der „Kleine“ 5 Jährige ist gerne in den Waldorfkindergarten gegangen und geht jetzt auch gerne in die LAIS Kindergruppe. Er geniesst es schon zu den grossen gehen zu können, liebt es die Schaubilder zu übergeben und so aktiv Teil des Schullebens zu sein. Ganz besonders fasziniert ihn die Küche und nativ Kartoffelschneiden findet er super.

Für mich selber war das ankommen nicht so leicht. Alte Muster in denen ich laufe funktionieren nicht mehr. Ist hier wirklich mein Platz oder bin ich ein Klotz am Bein. Etwas tun weil ich es immer so gemacht habe konnte ich nicht mehr. Weiß ich was mich wirklich glücklich macht?

Was ist mein eigener Beitrag den ich geben kann, wenn ich nicht in eine Lerngruppe möchte. Die Zeit war eine permanente Auseinandersetzung mit mir selbst und ich weiss der Weg geht noch weiter. Wohin – wird sich zeigen, aber ich werde innerlich ruhiger. Ich möchte nicht mehr so viel wollen, denn ich spüre und fühle mich so lebendig wie schon sehr lange nicht mehr.