Von Michaela Walkner

Ende 2014 sah ich zum 1. Mal ein Video über einen Infoabend des Lais Instituts in KLAGENFURT. 

Bekannte erzählten mir voller Begeisterung über ein Modul 1 natürlich lernen lernen und ihre Erlebnisse danach. 

Ich wurde sehr neugierig und nahm ebeno an einem Modul 1 Seminar teil. 

Es hat mich so fasziniert dass ich beschloss in naher Zukunft Selbst eine Schule nach diesem Laising Prinzip zu eröffnen.

Doch ich wollte nicht nur Seminare absolvieren sondern gleich direkt mitwirken um so das Prinzip Laising zu erleben.

So habe ich mitte November 2016 beschlossen mich als Praktikantin anzumelden. 

Mein aktuelles highlite ist Nativ Sprache lernen. Es war Englisch in 3 Tagen. Ich nahm an diesem Seminar teil weil ich grosse Schwierigkeiten hatte fließend zu sprechen und daher grosse Angst hatte laut zu lesen oder sprechen. Nach diesen 3Tagen ist die Angst weg und ich kann fließend lesen und sprechen. Ich bin so von der Spache fasziniert dass ich am liebsten nur noch Englische Filme sehen möchte.

 

Die Kraft der Begeisterung

Von Claudia Ahrer

Im Sommer 2014 erfuhr ich vom Infoabend zum Schulprojekt "Lais - Natürlich Lernen", das im Herbst, in Klagenfurt starten sollte. Und da bin ich hingegangen. 

Das was Alexandra Liehmann und Karin Graf dort erzählten, auch wie sie auf die vielen (mitunter angstbesetzten) Fragen der Eltern eingegangen und damit umgegangen sind, war absolut erstaunlich. Und so kam es, dass ich Samuel in die Aufnahmeliste eintrug.

Nun wollte ich erfahren, was Natürliches Lernen ist, deshalb nahm ich am nächstmöglichen Laising Modul von Dieter Graf-Neureiter teil. 

So geil! Zuerst dachte ich, was will der Mann von uns? Warum fragt er immer wieder das gleiche?! Hat er nicht schon genug Antworten!?“  Nun ja, wer das Modul gemacht hat, weiß jetzt warum.

Ich sag euch, als bei mir der Knopf aufging, war ich so was von drauf! Es war für mich so, als hätte ich endlich in meinem Leben das gefunden, was den ganzen verdammten SINN in mein Leben bringt. Eben das NATÜRLICHE. DAS LEBEN in seiner GANZHEIT erfahren. Endlich! FEHLER machen dürfen. Fehler als Chance erkennen. Fehler lieben lernen. Das ganze angelernte, einengende Denken….   Ja, ich war BEGEISTERT!!

In dieser Kraft der Begeisterung habe ich vier Wochen später mein erstes Laising „Natürliches Lernen“ weitergegeben. Das war der Hammer! Du gehst mit den Menschen durch den Widerstand, du wirst konfrontiert, du musst selbst deine Sicherheitszone verlassen und die Kontrolle aufgeben. Du bist ganz herausgefordert echt zu sein. Du bist herausgefordert Fehler zu machen und dich darüber zu freuen. Da sind Barrieren und du spürst deine Angst und die Angst des anderen. Die Angst vor unserem innersten natürlichen Kern. 

Nach jedem Laising das ich angeleitet habe, war ich glücklich. Es hat was bewirkt. Es hat tatsächlich das Natürliche in uns geweckt. 

Mein Sohn Samuel, heute 19 Jahre alt, ist seit Anfang an als Schüler in der Lais.Weis dabei. 

Ich bin sehr dankbar, dass all die Menschen hier sind und es immer weiter geht mit erforschen und entwickeln des natürlichen und nativen Lernen in Faszination. Da sind so viele die mithelfen und mittragen. DANKE!!!! 

Der Katzen LAIS Weg

Von Christina Katz

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Über ein Video der Schetininschule habe ich im Februar 2015 von Lais erfahren. Darauf hin habe ich mich direkt zum LAIS Modul 1 in der Schweiz angemeldet. Es hat mich begeistert und ein Workshop mit Richard Kandlin und Modul 2 folgte innerhalb von 3 Monaten.

Im Modul 2 habe ich erkannt, das ich nicht die Person bin die das natürliche lernen mit meinen eigenen Kindern umsetzten möchte.

Daraufhin (und aus familieninternen Gründen) ruhte LAIS für ein Jahr. Im April 2016 gab es dann eine berufliche Veränderung meines Mannes und wir leben seit dem in einer Fernbeziehung.

Im Mai haben wir dann an der LAIS Schule in Klagenfurt angefragt, ob es Schulplätze für unsere 3 Kinder (11, 8 und 5 Jahre)gäbe und haben eine Absage bekommen.

Daraufhin habe ich mich für „Alles LAIS im Sommer" angemeldet und die Kinder !!?haben beim Sommercamp der LAIS Schule in Greutschach mitgemacht.

Eine Woche vor Schulbeginn haben wir dann doch noch Plätze bekommen und haben uns sehr spontan entschieden diese anzunehmen. Wir sind vom Bodensee in Deutschland nach Klagenfurt gezogen. Erst mal Probeweise für 2 Monate, um zu schauen wie es den Kindern dort geht und wie wir als Familie damit zurecht kommen. Die Entfernung zum Vater hat sich dadurch teilweise verringert da er punktuell in Südtirol arbeitet.

Es ist unglaublich was in diesen 3,5 Monaten seit dem geschehen ist – sowohl bei den Kindern wie auch bei mir.

Der Grosse Gabriel (11 jährige) empfindet das Lernen als sehr leicht. Ingo (Vater) hat ihm Mathe Aufgaben gestellt, die er alle beantwortet hat. Als dann Ingo meinte – du hast ja auch in der vorherigen Schule gut Mathe gekonnt kam die Antwort „Ja – da hab ich es aber nicht immer verstanden und jetzt verstehe ich es“. Wenn ich mich wundere das er jetzt mehr schreibt, kommt die Antwort „ Mama – das ist schreiben in Faszination – das ist ganz anders“.

Tobias der 8 Jährige hat sich emotional total verändert. Er war vorher in einer Klasse mit 26 Schülern und das hat ihn arg gestresst. Er ist meist sehr angespannt und schlecht gelaunt aus der Schule gekommen. Er wollte nur noch alleine in seinem Zimmer sein oder ist mit seinem Hund lange spazieren gegangen. Er wusste oft nicht wohin mit seiner Wut. Jetzt ist er viel entspannter, streitet viel weniger, ist präsenter im Familiengeschen, lacht viel mehr und er erzählt was ihn bewegt.

Jonathan der „Kleine“ 5 Jährige ist gerne in den Waldorfkindergarten gegangen und geht jetzt auch gerne in die LAIS Kindergruppe. Er geniesst es schon zu den grossen gehen zu können, liebt es die Schaubilder zu übergeben und so aktiv Teil des Schullebens zu sein. Ganz besonders fasziniert ihn die Küche und nativ Kartoffelschneiden findet er super.

Für mich selber war das ankommen nicht so leicht. Alte Muster in denen ich laufe funktionieren nicht mehr. Ist hier wirklich mein Platz oder bin ich ein Klotz am Bein. Etwas tun weil ich es immer so gemacht habe konnte ich nicht mehr. Weiß ich was mich wirklich glücklich macht?

Was ist mein eigener Beitrag den ich geben kann, wenn ich nicht in eine Lerngruppe möchte. Die Zeit war eine permanente Auseinandersetzung mit mir selbst und ich weiss der Weg geht noch weiter. Wohin – wird sich zeigen, aber ich werde innerlich ruhiger. Ich möchte nicht mehr so viel wollen, denn ich spüre und fühle mich so lebendig wie schon sehr lange nicht mehr. 

Wie es begann ...

Von Alexandra Liehmann

Im Jahr 2012 machten wir uns auf die Suche nach gelebten Alternativen. Wir wollten nun unsere Erfahrungen im Lernen auch unseren Kindern nicht mehr vorenthalten. Inspiriert von Schulen wie der Lernwelt von Markus Distelberger in Herzogenburg, die Lernwerkstatt im Wasserschloss Pottenbrunn, die CreaVita in Hallegg, dem Bildungsgarten des Lebens in Graz, der Green School in Thailand, die kinderautonome Schule in Russland von Michael Petrowitsch Schetinin, die Anne-Frank-Schule in Bargteheide, der Jakob-Moreno Schule in Gummersbach und von Menschen wie André Stern, Gerald Hüther, Jesper Juul - entschieden wir uns, auch eine alternative Lernumfeld für unsere Kinder zu gründen.

Diese Entscheidung fiel im Dezember 2013. Uns war klar, dass wir mit einer Privatschule und den öffentlichen Reglementens niemals unsere Forschungsergebnisse umsetzen konnten und Forschung auch nicht weiter betrieben werden konnte. So entschieden wir uns für Lerngruppen im Häuslichen Unterricht und die damit verbundene Externistenprüfungen am Ende des Schuljahres an staatlichen Schulen.

Im Herbst 2014 starteten wir mit 25 Kindern im Alter von 6 bis 18 Jahren und einer Kindergruppe von 8 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren im Schloss Ehrenhausen. Unser Team bestand damals nur aus vier Lernbegleitern. Wir starteten mit Sozialem und Natürlichem Lernen, was wie ein Wunder funktionierte. Schon nach drei Tagen waren die Kinder angstfrei, interessiert und stellten sich und ihrem Umfeld wieder Fragen. Nach drei Monaten spielten 7 Jährige Mozart und Beethoven am Klavier und die Kinder wurden sehr selbstbewusst, organisierten selbst Feste und hielten Vorträge. Als wir dann Prüfungsschulen gefunden hatten, waren nur mehr drei Monate bis zu den Prüfungen. Wir lernten auch für die Prüfungen natürlich, was dazu führte, dass beim ersten Antritt nur 92 % der Prüfungen geschafft wurden. Vier Kinder absolvierten anschließend in den Sommerferien eine kommissionelle Prüfung, damit sie weiter im häuslichen Unterricht bleiben durften.

Im darauffolgenden Jahr legten wir den Fokus darauf, dass die Kinder und Jugendlichen auch den Bildungsstandards erfüllten. Im Lernen kamen weitere Techniken hinzu, darunter auch das Lernen in Faszination - von Mensch zu Mensch. Die Kinder lernten binnen drei Wochen Lesen und Schreiben und auch das Prüfungslernen funktionierte viel schneller und genauer. Am Ende des Jahres konnten nun alle Kinder die Prüfungen erfolgreich bestehen.
Im Jahr 2016 war die Aufbau- und Pionierphase abgeschlossen. Mit Hilfe von Koordinatoren konnte im großen Team nun alles umgesetzt werden, was wir bisher erforscht haben. Die Kinder erforschen nun Sprache, lernen Englisch in drei Tagen, verstehen Mathematik grundlegend und können sie auf alles anwenden. Manche Kinder möchten nun ihr Umfeld mitgestalten oder selbst die Schule koordinieren.